
Monstera Ableger » So klappt die Vermehrung kinderleicht
Wer Freude an kräftigen, prachtvollen Zimmerpflanzen hat, kommt an der Monstera kaum vorbei. Ihre eleganten Blätter und das üppige Wachstum machen sie zum echten Blickfang im Wohnraum. Besonders erfreulich: du kannst die Monstera ganz einfach selbst vermehren und so deinen eigenen Urban Jungle erweitern oder Freunden eine Pflanze verschenken. Mit den richtigen Tipps klappt das Ziehen von Ablegern überraschend leicht – unabhängig davon, ob du Anfänger oder erfahrener Pflanzenfreund bist.
Das Wichtigste zuerst
- Monstera-Ableger im Frühling oder Frühsommer schneiden, um beste Wachstumschancen zu nutzen.
- Nur gesunde Triebe mit mindestens einem Luftwurzelansatz auswählen.
- Schnittstellen sauber schneiden, Ableger vor dem Bewurzeln kurz antrocknen lassen.
- Steckling erst im Wasserglas bewurzeln, Wasser regelmäßig wechseln, hell und warm stellen.
- Bei etwa 5 cm langen Wurzeln den Ableger in lockere Erde umtopfen.
Geeignete Jahreszeit zur Vermehrung wählen
Damit die Vermehrung deiner Monstera bestmöglich gelingt, lohnt es sich, auf den richtigen Zeitpunkt zu achten. Denn nicht das ganze Jahr über herrschen ideale Bedingungen für ein gesundes Wachstum. Am besten schneidest du deinen Ableger im Frühling oder Frühsommer. Zu dieser Zeit befindet sich die Pflanze in ihrer aktiven Wachstumsphase und treibt mit frischer Energie neue Wurzeln aus.
Außerdem sind die Temperaturen in diesen Monaten meist angenehm warm. Das begünstigt sowohl die Entwicklung vom Steckling als auch das spätere Anpassen an seinen neuen Standort. Wenn du also im Frühling aktiv wirst, stellst du sicher, dass dein Ableger schon kräftig ist, bevor die Tage wieder kürzer werden.
Im Winter empfiehlt es sich, mit dem Schneiden der Triebe zu warten. Durch weniger Licht zieht sich die Monstera eher zurück, wächst langsamer und entwickelt seltener starke Wurzeln am Ableger. Auch die Gefahr von Fäulnis steigt, da der Wasserverbrauch geringer ist. Ein wenig Geduld zahlt sich somit aus – im Frühling dankt dir deine Monstera mit gesunden, vitalen Stecklingen.
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Gesundes Mutterpflanzenblatt auswählen

Bevor du mit dem Schneiden beginnst, ist es besonders wichtig, ein gesundes und kräftiges Blatt an deiner Monstera auszuwählen. Achte darauf, dass das gewünschte Blatt nicht nur vital aussieht, sondern auch einen möglichst stabilen Stiel besitzt. Nur wenn der Trieb frei von Krankheiten, Schädlingen oder Verfärbungen ist, hast du die besten Chancen auf erfolgreichen Wuchs beim Ableger.
Am besten eignet sich ein Blattteil, dessen Ansatz bereits einen Luftwurzelansatz zeigt. Diese kleinen Verdickungen oder bereits sichtbare Luftwurzeln sind der perfekte Startpunkt für neue Wurzeln nach dem Schnitt. So stellst du sicher, dass sich der Steckling schnell entwickelt und gut anwächst.
Vermeide Ableger von sehr jungen Blättern oder besonders alten, eventuell geschwächten Pflanzenteilen. Greife stattdessen zu einem Trieb mittleren Alters, der fest im Pflanzenkörper verankert ist. Ein solches Blatt liefert deinem neuen Ableger ausreichend Energie, um den Übergang aus eigener Kraft zu meistern. Bereits jetzt legst du damit den Grundstein für eine gesunde, widerstandsfähige Jungpflanze.
Steckling mit scharfem Messer schneiden
Für einen erfolgreichen Start in die Vermehrung deiner Monstera ist es besonders wichtig, den Steckling sauber und präzise abzuschneiden. Verwende dafür ein wirklich scharfes, sauberes Messer oder eine Gartenschere. Nur so verhinderst du gequetschte oder ausgefranste Schnittstellen, an denen sich Krankheitserreger leicht festsetzen können.
Setze den Schnitt bestenfalls knapp unterhalb eines Knotenpunkts, dem sogenannten Nodus. Hier entstehen später neue Wurzeln und Triebe. Ein sauberer, glatter Schnitt erleichtert nicht nur das Anwachsen, sondern fördert auch die Bildung kräftiger Wurzeln am Steckling. Achte darauf, dass der Ableger mindestens einen solchen Nodus sowie einen Luftwurzel-Ansatz enthält – das erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Bewurzelung deutlich.
Desinfiziere dein Werkzeug vor und nach dem Schneiden, beispielsweise mit etwas Alkohol. Das schützt sowohl die Mutterpflanze als auch den frischen Steckling vor möglichen Pilzen oder Bakterien. Nach dem Schnitt solltest du die Schnittstelle des Ablegers einige Stunden antrocknen lassen, damit sie weniger anfällig für Fäulnis wird. Anschließend kann der frisch geschnittene Monstera-Ableger direkt ins Wasserglas gestellt werden.
Schritt | Beschreibung | Tipps |
---|---|---|
Geeignete Jahreszeit wählen | Im Frühling oder Frühsommer den Ableger schneiden | Während der aktiven Wachstumsphase steigt die Erfolgschance deutlich |
Gesundes Blatt auswählen | Ein kräftiges, unbeschädigtes Blatt mit Luftwurzelansatz nehmen | Kranke oder sehr junge Blätter vermeiden |
Steckling schneiden & vorbereiten | Mit scharfem, desinfiziertem Messer unterhalb des Knotens schneiden und Blattansatz antrocknen lassen | Werkzeug reinigen und den Ableger nach dem Schnitt einige Stunden ruhen lassen |
Mindestens ein Luftwurzelansatz am Steckling
Ein entscheidendes Kriterium für einen erfolgreichen Monstera-Ableger ist, dass sich am Steckling mindestens ein Luftwurzelansatz befindet. Diese kleinen Auswüchse oder knubbeligen Verdickungen findest du an den sogenannten Nodi – das sind die Bereiche, aus denen Blätter und Wurzeln entspringen. Ein vorhandener Luftwurzelansatz erleichtert dem Steckling den Start ins eigene Pflanzenleben erheblich, da hier besonders schnell neue Wurzeln gebildet werden.
Die Monstera nutzt ihre Luftwurzeln in der Natur dazu, sich an Bäumen festzuhalten und so besser an Licht zu gelangen. Am Ableger dienen diese Ansätze als Startpunkt für weitere Wurzelbildung im Wasser oder Substrat. Deshalb solltest du beim Schneiden immer darauf achten, dass der Trieb nicht nur ein gesundes Blatt, sondern auch eine solche Ausstülpung besitzt.
Fehlt dieser Ansatz, fällt es dem Steckling deutlich schwerer, Wasser aufzunehmen und später kräftige Wurzeln auszutreiben. Die Wahrscheinlichkeit für Fäulnis steigt zudem, weil der Schnitt länger feucht bleibt und schlechter abtrocknet. Mit einem sichtbaren Luftwurzelknubbel gibt deiner Monstera-Ableger alles, was er braucht, um zuverlässig anwachsen und schon bald selbst zu einer prachtvollen Pflanze heranwachsen zu können.
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Blattansatz kurz antrocknen lassen

Nachdem du den Steckling von der Monstera abgetrennt hast, ist es ratsam, den Blattansatz einige Stunden an der Luft trocknen zu lassen. Dieser Schritt klingt zwar unscheinbar, hat aber einen großen Einfluss auf die spätere Entwicklung. Das kurze Antrocknen verhindert zuverlässig, dass über die frische Schnittstelle sofort Feuchtigkeit und dadurch Bakterien oder Pilze eindringen können.
Gerade bei tropischen Pflanzen wie der Monstera kann nasses Gewebe sehr anfällig für Fäulnis sein. Wenn du das frisch geschnittene Ende einfach direkt ins Wasser stellst, bleibt es oft weich – optimaler ist jedoch ein abgetrockneter Blattansatz, da sich so eine natürliche Schutzschicht bildet. Sie verringert das Risiko, dass Keime ins Innere des Stiels gelangen.
Am besten legst du den abgeschnittenen Ableger an einen schattigen, gut durchlüfteten Platz. Schon nach drei bis sechs Stunden fühlt sich das untere Ende leicht fester an – dies reicht meist völlig aus. Auf diese Weise bereitest du deinen Monstera-Steckling ideal darauf vor, im Wasserglas zügig starke Wurzeln zu entwickeln und gesund weiterzuwachsen.
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Steckling ins Wasserglas stellen

Sobald dein Monstera-Ableger ausreichend angetrocknet ist, kannst du ihn ins Wasserglas stellen. Dabei sollte das Glas so gewählt werden, dass der Steckling aufrecht steht und der untere Teil des Stiels sowie der Luftwurzelansatz komplett mit Wasser bedeckt sind. Das Blatt selbst darf keinesfalls im Wasser stehen – sonst droht Fäulnis.
Achte darauf, für den Ableger frisches, zimmerwarmes Wasser zu verwenden. Am besten füllst du es alle paar Tage nach oder wechselst es ganz, damit sich keine Keime ansiedeln können. Zu warme Temperaturen fördern dabei die Wurzelbildung zusätzlich, während ein kühler Ort das Wachstum verlangsamt.
Ein heller Standort ohne direkte Sonne bietet die idealen Lichtverhältnisse. Mit etwas Geduld wirst du schon bald die ersten Wurzeln am unteren Abschnitt entdecken. Wichtig: Kontrolliere regelmäßig, ob das Wasser klar bleibt, entferne gegebenenfalls abgestorbene Pflanzenteile aus dem Glas und halte den Übergangsbereich immer sauber. So schaffst du für deinen Steckling beste Voraussetzungen, um kräftige Wurzeln zu entwickeln und später problemlos in Erde weiterzuwachsen.
Pflegeschritt | Was ist zu beachten? | Häufige Fehler |
---|---|---|
Ableger ins Wasser stellen | Luftwurzel sollte vollständig im Wasser stehen, Blatt darf nicht eintauchen | Blätter im Wasser lassen, was zu Fäulnis führen kann |
Standortwahl | Heller Platz ohne direkte Sonne, warm und geschützt | Direkte Sonneneinstrahlung, wodurch der Steckling verbrennen kann |
Wasserwechsel | Alle paar Tage frisches, zimmerwarmes Wasser verwenden | Wasser zu selten wechseln – Bakterien und Schimmelgefahr |
Hellen, warmen Standort ohne direkte Sonne wählen
Für ein kräftiges und gesundes Wachstum deines Monstera-Ablegers ist die Wahl des richtigen Standorts entscheidend. Der Steckling entwickelt seine Wurzeln am besten an einem Platz, der hell, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Ein Fensterbrett mit indirektem Licht oder ein Standort im Raum, an dem viel Tageslicht einfällt, eignen sich optimal. Zu viel Sonne kann dazu führen, dass das Blatt austrocknet oder sogar verbrennt – besonders in den ersten Wochen nach dem Schnitt ist der Ableger noch äußerst empfindlich.
Achte außerdem auf eine gleichmäßig warme Umgebungstemperatur. Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius wirken anregend auf die Wurzelbildung und sorgen dafür, dass dein Steckling kraftvoll austreibt. Kalte Zugluft oder starke Temperaturschwankungen solltest du vermeiden, da dies das Wachstum ausbremsen kann.
Beim Platzieren des Wasserglases lohnt es sich, darauf zu achten, dass der Bereich ausreichend gelüftet, aber dennoch frei von starker Luftbewegung ist. So bietest du deinem Monstera-Ableger perfekte Bedingungen, um gesunde Wurzeln auszubilden und sich zu einer prächtigen neuen Pflanze zu entwickeln.
Wasser regelmäßig wechseln, Staunässe vermeiden
Damit dein Monstera-Ableger problemlos Wurzeln entwickeln kann, ist es ganz besonders wichtig, das Wasser im Glas regelmäßig zu wechseln. Stehendes Wasser fördert schnell die Entwicklung von Bakterien und Pilzen, was wiederum dazu führen kann, dass der Steckling fault oder sich unansehnliche Ablagerungen bilden.
Am besten wechselst du das Wasser alle zwei bis drei Tage vollständig aus und spülst dabei auch das Glas gründlich aus. So verhinderst du wirkungsvoll, dass sich Keime ansiedeln und schaffst ein dauerhaft frisches Umfeld für die zarten neuen Wurzeln. Verwende idealerweise zimmerwarmes Wasser, da kaltes Wasser das Wachstum verlangsamen könnte. Zu warm sollte es aber ebenfalls nicht sein.
Ein häufiger Fehler besteht darin, zu viel Wasser einzufüllen, sodass das Blatt mit in der Flüssigkeit steht. Dies solltest du unbedingt vermeiden, denn übertauchte Blätter verfaulen rasch und bieten Krankheiten eine Eintrittspforte. Achte außerdem darauf, abgestorbene Pflanzenteile sofort zu entfernen und halte den Bereich rund um den Ansatz deines Stecklings stets sauber. Auf diese Weise wird deine Monstera einen kräftigen Start hinlegen und setzt schon bald die ersten gesunden Wurzeln an.
Wurzelwachstum abwarten, mindestens 5 cm
Nun beginnt der spannendste Teil: du musst Geduld aufbringen, während sich die ersten Wurzeln an deinem Monstera-Ableger bilden. In den ersten Tagen passiert meist noch wenig, doch nach etwa ein bis zwei Wochen wirst du zarte, weiße oder leicht rosa gefärbte Wurzelspitzen bemerken. Jetzt heißt es abwarten! Für eine erfolgreiche Umpflanzung ist es wichtig, dass die neuen Wurzeln nicht zu kurz sind. Optimal ist eine Länge von mindestens 5 cm – bei größeren Ablegern dürfen es gern ein paar Zentimeter mehr sein.
Kurze Wurzeln sind nämlich oft noch sehr empfindlich und können beim Einpflanzen in Erde beschädigt werden. Je länger und kräftiger deine Monstera-Wurzeln wachsen, desto besser kann sich die junge Pflanze später versorgen und anwachsen. Prüfe regelmäßig den Fortschritt deiner Ableger und kontrolliere dabei das Wasser und eventuelle Ablagerungen oder abgestorbene Pflanzenreste.
Sobald dein Steckling mehrere kräftige Wurzeln mit ausreichender Länge gebildet hat, kannst du überlegen, ihn in lockeres Substrat umzusetzen. Dies erhöht deutlich die Anwuchserfolgschancen und gibt deinem Jungpflänzchen einen optimalen Start ins neue Leben!
Steckling in lockere Erde umtopfen
Sobald die Wurzeln deines Monstera-Stecklings etwa 5 cm lang sind und kräftig wirken, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, ihn in lockere Erde zu setzen. Bereite dazu einen Topf mit Abzugslöchern vor, damit überschüssiges Wasser problemlos ablaufen kann. Verwende eine gut durchlässige, lockere Erde – am besten eignet sich ein spezielles Pflanzsubstrat für Zimmerpflanzen oder eine Mischung aus Blumenerde und etwas Perlit.
Setze deinen Ableger so ein, dass die empfindlichen Wurzeln vollständig von Erde umschlossen sind, aber das Blatt weiterhin frei bleibt. Drücke die Erde nur leicht an, damit ausreichend Sauerstoff an die Wurzeln gelangen kann. Nach dem Einpflanzen solltest du den Steckling gut angießen, sodass sich die Erde um die neuen Wurzeln legt und kein Hohlraum bleibt.
Stelle den frisch eingetopften Ableger zunächst an einen hellen Ort ohne direkte Sonne, damit er sich stressfrei akklimatisieren kann. In den ersten Wochen bitte sparsam gießen – die Erde sollte zwar feucht, aber niemals nass sein. Deine Monstera wird jetzt durch regelmäßige Pflege schnell anwachsen und schon bald neue Blätter bilden.
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